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Anmutung


Du allein - darfst es nicht sein.

Muss atmen, muss springen
und Lieder Dir singen.
Ich tobe und wüte,
dennoch strebend nach Güte.

Frage, erkläre,
als ob es so wäre.
Schreie und rufe
dem Trost zu Behufe.

Am Abend und Morgen
das Herz voller Sorgen.

Und dann kommt die Ahnung
und mit ihr das Licht,
das voll der Spannung
das Gestern durchbricht.

All die Erschwernis
und schmerzendes Leiden
durch Deine Wärme
werd ich jenes vermeiden.

Nur so küsst mich Leben
voll Inspiration:
Mit Vater, mit Geist ...
und liebendem Sohn?

Verdammte Kirche,
Dich brauche ich nicht -
statt Scherzen mit Schmerzen
mein Gottesgedicht.

Schamanen des "Guten" zerstören das Leben,
mit Dünkeln und Gier, ihrem machtvollen Beben.

Statt dessen der Zweifel,
der grinsende Hohn.
Besteh nicht auf Antwort
als hektischem Lohn!

Die Zeit ist die Gnade,
Deiner tätigen Hand.
Sie birgt Deine Spanne
als Dich adelndes Pfand.

Und bleibst Du Dir treu
im Denken mit Würde,
so schenkt Dir das Wagnis
Befreiung von Bürde.

Jetzt lebe sorgsam,
und erstick nicht im Brei;
denn trotz all der Nazis
macht nur Arbeit Dich frei.

Zarteste Demut -
trotz herzhafter Liebe,
erlöst Dich von Hochmut
und dumpfem Getriebe.

Dein Blick voller Anmut
vor dem Schicksal gesenkt
hat mich durch Dein Dasein
auf das Wesen gelenkt.

Und wäre auch dieses nur eine Flucht,
so beginnt mit dem "Einhalt" das Ende der Sucht.

Aus dem Suchen wird jetzt: ein sanftes Finden,
und der Hauch einer Sehnsucht - schwebt mit den Winden.