(zurück zur Übersicht) Mein Bloghaus (zurück zur Übersicht)

 
 
 

Ein Gebet:
Skol… auf das "Danach",
wonach wir uns sehnen!

Na, Bitteschön, Herr Minister,
dann geb' ich mir jetzt den Kanister!
Fehlt nur für mich in der Kasse das Geld,
dann bin ich falsch wohl auf dieser Welt.

Bevor der Flüchtling an Grenzen flennt,
hab' ich mich dann schnell selbst verbrennt.
Mich können Worte jetzt entzünden,
die von neuen Geschäften künden.

Soll alles bleiben so wie es ist!
Boris und Trump, die haben gekifft.
Wer jetzt nicht aufschreit und laut lacht,
der hat bei allem mit gemacht.

Weil alles käuflich sei im Leben
sollen wir jetzt das Letzte geben.
Das Totenhemd ist schon gestrickt
und Altersvorsorge längst vertickt.

Die jungen Leute sollen bezahlen,
in Ghettos dabei Gesichter verfahlen.
Bleich auf den Wangen voller Schreck;
denn morgen sind die Milliarden weg!

Verschenktes Glück an Wirtschaftsbosse,
bald wieder am Markt die Aktienhausse.
Der öffentliche Ort ganz ohne Geld
war eigentlich wieder aufgehellt.

Was war das für ein Glück im Leben,
wenn wir uns nur Gemeinschaft geben.
Nun also Schluss, zurück ins Glied,
Frau Merkel setzt den letzten Hieb.

Corona für Entwicklungsländer,
bei uns laufen die Automatenbänder.
Leerstand und Stillstand aller Orten
und menschenverachtende Managementsorten

Da stöhnt ausgelaugt der Hof-Mediziner,
die Rechnung zahlt der Pflegediener.
Exzess-Honorare die bleiben erhalten.
derweil die Frauen ihren „Bonus“ verwalten.

Jetzt wäre die Umverteilung angesagt,
stattdessen die Regierung tagt
und macht daraus ein Nullsummenspiel,
denn der Arme bekommt ja viel zu viel.

Die Geldgesellschaft hat zwar längst verloren,
wird aber wieder zum Sieger erkoren.
Bleibt wirklich alles wieder beim alten?
Nein, nur die da Oben noch mehr erkalten.

Die Periode des Kümmerns hat Spaß gemacht,
Jetzt ist an alten Gehorsam gedacht.
Da müssen wir nun einmal alle durch -
die Eliten winden sich wie ein Lurch.

Die Wohlstandsparty ist erstickt,
weil wieder jeder alleine tickt.
Der Einsamkeit in Quarantäne
weint Austerity danach keine Träne.

Die Schwarze Null ist zwar vom Tisch
gefüttert wird damit der Große Fisch.
Die VIPs zurück auf der Bahn -
das hat die Charity uns angetan.

Statt Recht und Gesetz jetzt mal von unten
drapiert sich der Reichtum mit seinen Tunten.
Wir hatten die Chancen kurz in der Hand,
doch restauriert sich morgen das ganze Land.

Was wurde über den Aufschwung danach gesponnen,
Herr Scholz gibt sich sogar sozial versonnen.
Weil es so bitter war, soll der Bürger verzichten,
indes die Täter Sozialstaat erdichten.

Geld für die Rüstung, fast hätt' man's vergessen,
auf Waffenverkäufe ist man versessen.
Wird es dann noch mehr Kriege geben?
Das ist es doch, wovon sie leben!

Also brav wieder in die Mulden geduckt,
während von oben der Herr Oberst guckt,
dass Ruhe kommt ins untere Glied,
und wieder bestimmt der Marsch das Lied.

Coronakrise längst aus dem Verstand,
Neues ran klotzen für Vater und Land.
Jetzt also gleich in die Hände gespuckt
„wir steigern das Bruttosozialprodukt“.

Nichts haben wir alle daraus gelernt,
die Sicherungen sind ganz entkernt.
Sozialer Speck wird abgespart
damit der Reichtum wieder gart.

Und auch Natur die darf jetzt ruh'n,
weil Großkonzerne Geschäfte tun.
Nur ich bin dabei wie altes Gift,
weil mich die neue Sprache nicht trifft.

Romantisch auf das Danach versonnen,
hab' ich mich selbst wohl ganz versponnen.
Bin stoisch, denn meine Weisheit ist alt,
kann so doch nicht stimmen, das weiß man halt.

Mein Aufruf zur Gleichheit von gestern ist,
weil jeder des Herren Brot doch frisst.
Wir müssen das Oben „klug“ respektieren,
sonst werden wir den Verstand verlieren.

Der Notstand hat uns effektiv eingedichtet,
und kaum ein Ufer wird jetzt gesichtet.
Der Schlaf und der Traum die bleiben noch,
oder gibt es den Mut und ein Anders doch?

Amen