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Make the world greta again! -

oder

Ist nur das Nebensächliche noch das Hauptsächliche?

So irgendwie möchten wir uns nicht mehr entscheiden.
Was ist denn nun Haupt- und was ist Nebensache in Kultur und Politik?

Bis in die großen Sphären der Philosophie tobte ein Kampf, ob denn
mehr Aufklärung und Bildung einen Hinweis auf Wahrheit gegen Fake
News, Religionen und Ideologien zu geben vermögen, und ob sich die
"großen" Ziele der Zukunft daraus durch "Vernunft" allgemein ableiten
lassen. Übrig blieb die große Relativierung und die denkbare spielerische
Begründung von fast (a)llem und (j)edem. Eigentlich sollten auch die
Zeiten der Dekomposition bereits hinter uns liegen, doch geliefert hat
uns die Postmoderne auch weiterhin eine allgemein tiefe und große
Verunsicherung.

Längst sind die alles zergliedernden Detaillisten und nichts oder gar
wenig sagenden Dekompositeure auf ihre mangelnde Ernsthaftigkeit
und fehlende Leitkraft durch eine aufgeklärtere Moderne gründlich
und zunehmend auch wieder erfolgreich kritisiert worden. Aber der
Zweifel, ob die Wahrheit denn eine Wahrheit sein könne, der ist
geblieben. Die Verkünder von Allheilsbotschaften erfreuen sich
erfreulicherweise nicht mehr der allgemeinen Anerkennung und
auch eine zu Tränen rührende, scheinbar "wahrhaftige" Greta
muss sich solchen Herausforderungen stellen.

Immer noch scheiden sich an Phänomenen wie Greta durch das
kategorische "hier und jetzt" die Geister. Dabei sind Greta und
Dieter Nuhr in ihrer Kritik am Herrschenden und ihrem Spiel mit
der Wahrheit über den richtigen und notwendigen Weg doch
längst kompatibel und die zwei Seiten der selben Medaille.

Einer meiner besten Freunde, vielleicht sogar der Beste
(er würde dies übrigens wahrscheinlich niemals von mir behaupten)
ist ein für mich genialer Fotograf. Alle seine Bilder erscheinen mir
auf den ersten Blick nicht ästhetisch. Ihnen fehlt die bildkompositorische
Harmonie, die eine von mir eher gewünschte Balance auf der Basis
des „harmonischen Mittels“ so auszeichnen würde. Mal findet man
auf seinen Fotos einen halben Kopf, mal ein leicht quer sitzendes Motiv,
mal ein nicht zu einer komplett erzählenden Geschichte neigendes Detail,
und überhaupt wirkt alles ein wenig schräg, fast schon quer, wie man
heute modisch so zu sagen pflegt.

Mir würde bei solchen Bildern die eigentliche Komposition und somit
der entscheidende „Sinn“, die „wesentliche Aussage“ fehlen.
Und doch ist er mir mit diesen Bildern oder noch besser mit
seinem Auge irgendwie überlegen. Er sieht dabei Dinge, an denen
ich unaufmerksam und wenig achtsam vorbeilaufe. Er ruht in
seinen Details und erzählt dabei sehr wohl eine sehr viel bessere
Geschichte als ich, der ich immer sofort bei einem Bild nach
dessen „Gehalt“ oder dem übergeordneten Sinn suche.

Nun ist das Grundthema des klugen Geistes im klugen Chaos
spätestens seit dem Dadaismus oder den Philosophen der Postmoderne
an sich nicht neu, und über Greta, über die schon so viel gesagt wurde,
möchte man allgemein und grundsätzlich schon gar nicht mehr reden.
So schnell und fast schon unwirklich sind die modernen Fanale erloschen!
Täglich ein neues Thema, täglich ein neues Räsonieren und
täglich ein neues Weinen!

Aber letztlich „berührt“ mich dieses Mädchen doch immer noch
zutiefst. Positiv übrigens, wie ich meine. Dabei ähnelt das Asperger-
Syndrom, an dem Greta „erkrankt“ ist, mit seinen „Sonderinteressen“
der davon betroffenen „Opfer“, eben genau den fotografischen Sichten
meines Freundes, ohne dass ihm ein Asperger öffentlich „nachgeworfen“
werden kann. Er rauscht auch ohne Asperger mit seinen Weltsichten immer
wieder erfolgreich an mir vorbei, bis ich ihn dann, oft sehr viel später,
im freundschaftlichen Wettkampf der erfolgreicheren Orientierung in WELT
mit meinem „gesunden“ Menschenverstand wieder einzuholen vermeine.

Dieter Nuhr, der für mich nach wie vor sensible und kluge Kämpfer
gegen unangemessene Hysterien, hat mit seiner Kritik an der "hysterischen"
Greta fast seine berufliche Karriere aufs Spiel gesetzt.

Die Gutmenschen schelten ihn dafür, und manche äußern sich in den
"sozialen" Medien in Form von Fußnoten der Weltgeschäfte, dass sie
sich inzwischen schämen jemals in der Vergangenheit über ihn auch
nur ansatzweise gelacht zu haben. Was aber steht dabei auf
dem Spiel?

Wesentlich sind die neuen Ideen, die neuen Produkte, die neuen
Unternehmen und die neuen Systeme, die mit viel Wissen und
kreativen Ideen durch schwere und häufig langwierige Arbeit
errungen unsere Welt nachhaltig zu verbessern vermögen.
Genau darauf macht gerade ein Dieter Nuhr auch immer wieder
aufmerksam. Das ist und bleibt natürlich die Hauptsache, aber
wird Gretas durchaus "naiver" Aufschrei deshalb zur Nebensache?

Nein, Greta ist eine Unternehmerin, wie die Musks, Gates und Bezos
dieser Welt, nur viel genialer, weil sie mit viel weniger Mitteln für
ihre eigene "Marke" und "Überzeugungskraft" auskommt und dabei
auch noch in jeder Hinsicht nachhaltig wirtschaftet. Greta beherrscht
zudem, ohne dass sie es explizit so nennen würde, die modernen
Netzeffekte. Greta ist deshalb die intelligente Verkörperung
von "Metcalfe’s Law" oder der "Rules of Squares" und eine
Vertreterin der Neuen Ökonomie des Wachsens durch Tauschen
und Teilen. Ihre Währung sind die menschlichen "Likes", die
sie später einmal anders als die gierigen Neuunternehmer
getrost als ihre "Bedeutung" in der Welt mit in ihr Grab nehmen
kann. Sie braucht insofern weder Pyramiden noch einen Trump
Tower. Sie reicht sich als Erscheinung selbst, und misst sich
auf Dauer an ihren Zielen. Eine traumhafte Karriere also, die dieses
so demütige Mächen auch verdient hat. Kaum jemand wird
ihr dies wirklich neiden wollen. Sie braucht nicht den Glamour
von Villen und Palästen; von prostitutiven Ehepartner-Models
oder überdimensionierten Yachten. Sie hält damit uns "Gesunden"
den Spiegel unser eigenen Begierden vor, und sagt ganz ehrlich,
dass ihr eigentlich nur die Normalität, vielleicht auch "nur"
Kinder und eine Ehe fehlen könnten, weil sie die Verantwortung
und das daran geknüpfte Leben fast zu erdrücken drohen.

Man wird durch Greta tagtäglich beleidigt, weil sie so wenig
eitel zu sein scheint, wo man selbst, wenn man an ihrer Stelle
wäre, wahrscheinlich vor Stolz platzen würde. Geld verdirbt
den Charkter und entgegen unserer individuellen privaten
Wünsche scheint sie es tatsächlich nicht zu gebrauchen.
Greta ist und bleibt insofern ein romantisches Leitbild pur.

Manche Menschen haben die Neigung anderen etwas vorzuwerfen,
wiederum andere begnügen sich damit, Dritten etwas nach- oder
hinterher zu werfen. Für mich sind die letzteren die unangenehmeren
Charaktere. Greta wirft uns allen etwas vor und trifft uns dabei
bis ins Mark: Das nicht zu verantwortende "Akzeptieren" und
"Geschehen lassen", wo doch mutiger Widerstand angesagt
wäre. Man sieht uns Zuhörern dabei sichtlich an, wie uns
Gestik und Mimik entgleiten. Den Mächtigen schlafen dabei
die Gesichter ein, und sie versuchen spontan ihre Scham
zu verbergen. Doch auch uns Mitläufer des Klimawandels
treffen Gretas Worte wie ein Schlag und Affront.

Selten habe ich bei einer Sprecherin eine an sich so kaum
erklärbare, oft infantile aber zumeist nur verstörte Reaktion
bei ihren Zuhörern beobachtet, die dann plötzlich entweder
in irgend eine Art von spontaner Zustimmung und Begeisterung
umschlägt, oder aber stattdessen in eine tiefe, möglichst
unmerklich zu verbergende Abneigung, weil man dann gerne
ebenso feige die mangelnde Übereinstimmung angesichts
der immensen Zustimmung für dieses unbedarfte und
unschuldige Kind verheimlichen und unterschlagen will.

Greta ist jetzt nachträglich die Siegerin von Davos
und Trump der Verlierer!

Nach einer Infektion mit Greta, und natürlich auch oft
schon davor, tragen die daran Erkrankten ihre jeweiligen
"Endlösungen" wie ein Glaubensbekenntnis vor sich her.
Die einen favorisieren stark ideologisch die E-Autos,
andere die Brennstoffzelle und die Wasserstoffökonomie.
Dritte satteln ihre Fahrräder in Form einer Vereinsmitgliedschaft
und die Konservativen sprechen von der Notwendigkeit eines
milderen Übergangs auf der Basis der sparsamen, aber
"gereinigten" Diesel-Verbrennungsmotoren.

Veganer versammeln sich sektenartig, und Flug- und Abfall-
vermeider werfen uns allen unsere Verschwendungs-
sucht vor. Dabei werden die Meere dramatisch weiter
verschmutzt, die Gletscher schmelzen, der Golfstrom
verändert seinen Lauf und der Spiegel der Meere steigt.

Greta ernährt sich derweilen einseitig von ihren geliebten Linsen
aus Dosen und kaloriehaltigen wie nährstoffarmen "weißen" Nudeln.
Sie hat es eben zu eilig, um sich angesichst ihrer Verantwortung
mit solch nebensächlichen Details des Klimawandels zu befassen,
unternimmt aber alles, um nach ihren Kräften glaubwürdig zu
Ihrer Vorstellung eines umweltneutraleren besseren Lebens
beizutragen. Sie scheut bewundernswerterweise selbst
nicht vor dem Abenteuer einer sie sehr belastenden Seefahrt
statt einer umweltschädlichen Flugreise zurück.

Dabei git es bei all den Verwirrungen um das "richtige Leben"
doch erst einmal Vieles zu erproben und dann klug abwägend
zu entscheiden was geht oder bleiben soll. Diese Zeit aber
will uns Greta nicht lassen, und da liegt nach meiner eigenen
Meinung der Hauptfehler ihrer kindlichen Ungeduld. "Jetzt und
sofort!" stehen dann doch der Reife und dem Erwachsenwerden
entgegen. Ja, demokratischer Konsens, bei dem man durch
politisch Andersdenkende auch zum Aufgeben von Positionen
gezwungen wird, ist per se keine Niederlage, wenn man
wünschenswerte Teilziele erreicht hat. Diese Erkenntnis unter-
scheidet einen erwachsenen Dieter Nuhr natürlich von einer
Greta. Aber Greta war nun einmal zu Beginn ihrer Karriere
trotz ihres Strebens und Leistens eben "nur" ein Kind. Und
ein Verzicht auf die eigenen Grundsätze zugunsten eines
windelweichen defaitistischen Kompromisses darf auch getrost
als eine gewisse Feigheit vor der eigenen Durchsetzungskraft
und Stärke bezeichnet werden. Dies kennzeichnet und blockiert
seit Jahrzehnten zum Beispiel die deutsche Politik durch eine
verkommene Sozialdemokratie; und auch die Grünen und
Linken sind kurz davor machtpolitisch orientiert in deren
Fußstapfen zu treten. Und was ist eigentlich eine "Macht"
wert, bei der man so machtlos wird, dass man seine eigenen
ursprünglichen Ziele in einer brüchigen Koalition nicht erneuern
sondern nur noch verraten darf? Und insofern teilen viele auch
"alte" und "erwachsene" Menschen Gretas Ungeduld auf dem
Weg zur Rettung der Kontinente.

Was aber machen wir und die Medien mit dem Idol Greta?

Wir stellen sie auf einen Sockel, von dem sie auf Dauer
vielleicht auch fallen könnte. Die Gefahr der Fallhöhe wächst
mit dem Mißbrauch ihrer Person als Ersatzheilige, den wir und
vor allem die Medien mit ihr betreiben.

Was wird einem Kind und bald auch einer Jugendlichen dabei
zugemutet! Deutlich scheint sie die Grenzen ihrer Kräfte bereits
jetzt schon zu fühlen, und wir sollten sie deshalb insofern
entlasten, indem wir Politik, Staat, Verwaltung und Wirtschaft
selber aktiv auffordern Greta wieder als "Nebensache" eines
einzelnen Individuums zu entlassen, und uns selbst ernsthafter
aktiv um die "Hauptsache" der Zukunft unserer Gesellschaften
kümmern.

Jahrelang haben wir uns zuletzt um die Trumps gegrämt,
gejammert, Witze über sie gemacht und uns unproduktiv
über diesen "Schicksalsschlag" aus den USA geärgert.
Das internationale politische Leben stand insofern fast still.
Jeden Tag ein neuer Trump, so als ob in unserer unmittelbaren
Nähe nichts passiert wäre. Und das was dort passiert ist, war
zumeist weder gut für uns noch gut für den Globus. Aber was
wirklich gut ist, ist natürlich auch gut für die Welt.

Themen wie die nachhaltige Abfallbeseitigung, gerechtere
Einkommen oder tiefgreifende Reformen für eine Neue
Ökonomie wurden nicht nur von der Großen Koalition
verschlafen. Wir haben die Trumps medial gewählt ohne die
Trumps in Europa zu haben. Deren Existenz war die Ausrede
dafür, dass wir eine radikalere Neuordnung in Europa nicht
in Angriff genommen haben. "Alternativlosigkeit" war die
Sprach- und Gedankenbremse mit der uns die überreife
Kanzlerin immer wieder zu beschwichtigen vermochte.
Wir konnten uns bisher über viele Jahre an den USA und
den Trumps dieser Welt positiv messen und damit selbst
belügen. Nun also eine scheinbare neue Lichtgestalt in den
USA - wird dies aber auch dazu führen, dass wir das
abgehängte untere Drittel unserer Gesellschaften auf
die Reise in die Neue Nachhaltigkeitswelt mitnehmen?

"Teslas für Alle" klingt ein wenig so verführerisch wie
der "Volkswagen", der doch nur weiterhin von sozialen
Ungerechtigkeiten ablenken sollte. "Nur die allerdümmsten
Kälber wählen ihre Henker selber!" Wir aber fühlen uns
zumeist weder abgehängt noch gehängt, denn dazu geht
es uns nach wie vor auf Kosten der Dritten Welt viel zu
gut.

Greta verkörpert insofern mehr als nur den Klimawandel
sondern den Aufruf an "die da oben" und uns in der Mitte,
dass weniger mehr sein kann und ihr Flennen vor der
internationalen Gemeinde heißt nichts mehr als: "Hört
endlich auf mit den Nebensachen, und kümmert Euch
um die Hauptsache, und die seid Ihr in Wirklichkeit selbst,
wenn Ihr erkennt, dass Ihr mit wenigen Mitteln für Euch
selbst viel mehr erreichen könnt." Das ist die eigentliche
wertvolle neue romantische Botschaft von Greta an uns.


Hört auf, sagt sie indirekt, davon zu träumen, dass Ihr
selbst zum Milliardär, Medienstar oder VIP werden könnt
und sollt, vergesst die bigotte Halbherzigkeit mit der
Ihr denen da oben immer wieder zu Unrecht das gönnt,
was Ihr eigentlich selber gerne hättet, aber in Eurer
deutlichen Mehrheit niemals bekommen werdet. Fordert
denen da oben endlich das ab, was Euch sozial zusteht.
Und zu den Gütern, die dabei ganz vorne anstehen,
gehört nun einmal eine saubere und gerechtere Umwelt;
und auch insofern hat Greta recht. Seht deshalb die
vielen jungen Leute um Euch herum, die längst wie
eine Greta denken aber tagtäglich durch Euren blinden
"Realismus" entmutigt werden, "weil ja schon immer
alles so schlecht war und immer auch alles so schlecht
bleiben wird".

"Grundsätzlich" waren wir Deutschen in der überwiegenden
statistischen Mehrheit ja auch gegen Trump. Aber eben nur
grundsä
tzlich und gerne vergleiche ich das mit der ebenso
hysterischen Leidenschaft der Nichtaktiven für den aktiven
Fußball oder gar Sport. Gegen Trump sein heißt aber eben auch
gegen die alles blockierenden Merkelianer zu sein, heißt mutig
gegenüber Vorgesetzten die Wahrheit über Alternativen
auszusprechen und heißt neue Ziele zu fordern, die es politisch
oder wirtschaftlich zu erreichen gilt.

Die Vergötterung von Sportstars oder Musikern, von unseren
VIPs oder gar der europäischen Könige und Adelshäuser ist die
eigentliche Ursache des Trumpismus, bei der jeder von uns eben
nicht mehr auf sich selbst vertraut, sondern nur noch die Träume
seiner jeweiligen "Eliten" lebt. So ein kleines Mädchen wie Greta
muckt auf und vertraut auf ihre eigenen Kräfte, und siehe da,
die Welt explodiert für einen kurzen Moment. Aber schon bald
wird Greta wieder Geschichte sein, und es liegt an uns dafür
zu sorgen, dass ihr Kraftakt nicht umsonst gewesen ist.


Deshalb zurück zur Gegenwart:
Das Team Biden hat jetzt zwar gewonnen,
aber sind wir dadurch wirklich wieder entlastet?

Hurra, und die Fähnchen der Sieger werden gerade vor allem
von denen hochgehalten, die nichts dazu beigetragen haben.
Der Fankult ist das eigentliche Übel und Fan-Gelegenheiten lauern überall.
Warum muss man auch aktiven Sport betreiben, wenn man doch
ebenso leidenschaftlich und deutlich weniger verletzbar ganz
passiv und bequem nur ein Fan sein darf? Warum sich durch
die Mühen musikalischer Übungen quälen, wenn man doch schon
per elektronischem Knopfdruck die Aura der Stars als Fan im
Konsum der Stimmen zur eigenen Stimmung erklären kann?

Irritierend sind die Bilder wenn junge Menschen fanatisch nach Greta
rufen, und dabei so außer Rand und Band geraten wie wir Älteren auf
einem Stoneskonzert. Ich habe das selbst im Berliner Olympiastadion auf
erschreckende Weise an mir miterlebt, wie mich dort der "Frontman"
Mick Jagger in seinen natürlich nur musikalisch faszinierenden Bann zog -
am gleichen Ort übrigens, an dem sich 1936, weit früher also, der für die
Deutschen damals so auratische "Führer" in der Zustimmung seiner
„entgeisterten“ und berauschten Fans sonnte. Als Kind der sexuellen
Revolution musste ich Jagger trotz seiner über der Altersgrenze
liegenden Agilität nicht sonderlich beneiden, und der tauchte dann auch
noch nach seinem Konzert voller Energie, wahrscheinlich aber auch
unter Drogen im Berliner KitKatClub auf, so munkelt man.

Irgendwie allerdings amüsierte mich während des Konzertes die
„Nebensache“ in Person des Schlagzeugers Charlie Watts in seinem
scheinbar so dementen Trommeln mit seinen mich umso mehr
faszinierenden umnachteten urkomischen Fratzen um so mehr.

Legen wir folglich, so meine Lehre aus diesem berauschenden Abend,
in Zukunft doch besser mehr Wert auf die Nebensachen und "Nebenstars"
dieser Welt. Seien wir achtsamer an sich und lassen wir den Nebenzielen
und Nebenpersonen ihre Chance, indem wir die wirklichen Bereicherungen
erkennen, die in ihnen stecken und häufig nur ver-steckt und verborgen sind.
Die VIPs sind in ihrem Verhalten und ihren Begierden bekannt und durchschaut.
In den Nebensachen und Nebenpersonen aber lauert das Abenteuer.

Durch meinen oben erwähnten Freund habe ich inzwischen gelernt an der
Hauptsache Greta vorbei in die Augen ihrer Claqueure aber eben gerade
auch in die Gesichter ihres Publikums zu sehen.

Und da sieht man oft nicht nur Gutes.

Sobald man von der Hauptperson absieht, erkennt man im Halbschatten
der jungen Begleiterinnen von Greta einen gewissen Neid, dass sie als „Zweit-
berufene“ nicht selbst im Mittelpunkt stehen, und bei den schreienden
Fans vermutet man auch sofort den typischen Blackout, der das Grummeln
im Magen durch Kreischen der abwägenden Arbeit im Hirne vorzieht. Dabei sind
doch natürlich genau diese Sympathisanten die Hauptpersonen, denn nur
indem sie sich als eine Greta erkennen, entfalten sie ihre soziale Kraft.

Da man für alle sozialen Bewegung in den Medien sehr schnell einen
Namen braucht, spricht man jetzt sogar von der Generation Greta.
Die Bildungseltern feiern sich mit ihren Gretas so als ob sie selbst
durch ihre Erziehung dafür verantwortlich zeichnen. Fest steht jedoch,
es gibt mehr oder weniger unabhängig davon eine neue gut ausgebildete
engagierte Generation, der in ihrer eigenen Wahrnehmung das durch die
Klimakrise steigende Wasser bis zum Hals zu stehen scheint. Und, was
das Wichtigste dabei ist, sie demonstrieren nicht nur auf den Straßen,
sondern versuchen ihre Erkenntnisse in ihr privates Leben einzubauen.

Auch wenn sich eine Luisa Neubauer wohl auch ein wenig eitel - etwas
anders als Greta - gerne selbst zur deutschen Popikone der Gretawelt
stilisiert, so verkörpert auch sie relativ glaubwürdig diesen jugendlichen
Neubeginn. Meine eigenen Nichten und Neffen machen mir auch als relativ
sozial privilegierte Kinder Hoffnung auf eine neue politische Kraft zur
Veränderung unseres Wirtschaftssystems. Meine eigene Tochter lasse
ich da - aufgrund meiner positiven Befangenheit in der Beurteilung -
einmal ganz aus. Altersmäßig
sind die Gretas aber tatsächlich noch
eher die kindlicheren Jugendlichen zwischen vor allem 13 und 16 Jahren;
also zwischen meiner eigenen Kinder- und meiner Enkelgeneration, die mit
erstaunlichem Wissen und phantasievollen Lösungsvorschlägen glänzen.

Beruflich betreue ich aktuell hingegen selbst eher sozial benachteiligte
junge Leute, aus welchen Gründen auch immer, und da merke ich, dass
deren Hauptthema das Streben nach eigenem Wohlstand und weniger
die altruistischen Ziele zur Rettung der Welt sind.

Die Spaltung von Gesellschaft beginnt insofern leider schon verdammt
früh. Ich fürchte, dass die Lösung der Klimakatastrophe durch die an sich
notwendige allgemeine Verteuerung von Lebensmitteln, Rohstoffen oder
Energie die Ärmeren oder Benachteiligten, die zu recht noch nach Bildung
und Wohlstand dürsten, so vor den Kopf stößt, dass sie das Nachdenken
über eine saubere Umwelt noch immer für ein elitäres Luxusproblem halten.

Als Alternative ist es deshalb um so notwendiger, dass nachhaltige Infra-
struktur-Investitionen unter "flat rate"-Bedingungen in "neue Formen" von
Mobilität, Wohnen, Bekleidung und Ernährung vom Mikro-Housing bis zum
Urban Gardening gerade auch vor allem denen zugute kommen, die die
Verbesserung des städtischen Lebens auch tatsächlich benötigen.

Der Traum der bildungsbürgerlichen wohlhabenden Eliten von Spiel-, Kultur-
oder Spassstraßen, auf denen nur noch sie mit ihren Teslas fahren dürfen,
macht vielen Bürgern zu recht Angst und Sorge. Dass sich nur noch einige
Wenige das städtische Leben leisten können, ist für Menschen wie mich nach
wie vor das größte Horrorszenario der Zukunft.

Greta hat etwas ausgelöst, was in den Zeiten von Corona schon wieder
zu verstummen droht. Dabei ist die Klimakatastrophe neben dem und durch
den globalen Handel eine der Hauptursachen für das Anwachsen biologischer
Bedrohungen. Und ungeduldige, überbordende, zum Teil gefühlvolle, zum Teil
theatralische und letztlich auch weinerlich wütende Leidenschaft/Begeisterung
sind eben nicht immer auch hinreichende Indikatoren oder gar Beweise für eine
neurotische krankhafte Hysterie. Insofern liegt Dieter Nuhr mit Bezug auf
Greta und ihre "Fridays for Future"-Jünger sicher wohl eher falsch.

Meine Frau ist umkreist von Freunden, die zum „Techno“ neigen. Auch dort
ist der Verzicht auf die Auseinandersetzung mit für mich wesentlicheren Themen
offensichtlich. Und doch schiele ich ein wenig vergreist und in gewisser Weise
auch neidisch auf die „nur“ genießende tanzende Leidenschaft - „weltabseitig“
und sinnlich spontan - in ihren vor allem extatischen und oft leider auch
eher standardisierten Techno-Bewegungen. Das Thema Drogen lasse ich
dabei mal bewußt aus.

Wer aber dieses Nebensächliche mit der Keule des Hauptsächlichen zu
erschlagen droht, der hat von der Balance von Welt leider nur wenig begriffen.
Es braucht eben wohl beides um die Welt wieder ein wenig in die richtige
Zielrichtung zu leiten. Radikalität ist zwar oft banal und um so häufiger auch
dümmlich; aber ohne radikale Leidenschaft kommen wir dennoch nicht weiter.
Greta hat es vermocht sogar in uns verkorkst hoffnungsarmen, weil bereits
deutlich desillusionierteren Alten einen Keim der Erinnerung zu erwecken,
dessen es bei einem engagiert aufgeklärten "vernünftigen" Menschen
eigentlich gar nicht gebraucht hätte. Man nennt die emotionale Intelligenz
ja eben genau deshalb so, weil auch die Emotionen intelligent sein können.

In Würde ertragen wir oft den „Klimawandel“ und fläzen uns ebenso ungeniert
angesichts der Corona-Pandemie mehr oder weniger ängstlich und depressiv
jammernd auf unsere Sofas. Kein gutes Vorbild also für die um Querdenken
bemühten jungen Leute. Warum wundern wir uns folglich, dass manche von
denen dann bei jenen landen, die sich Querdenker nennen, und doch häufig
nur eher asoziale Querulanten sind?

Ja, den Trump haben "wir" jetzt besiegt und wir rechnen es uns hoch an, denn
unser "Verein" Anti-Trump hat gewonnen. Die Korken knallen und wir vermuten
dass es jetzt Melania vielleicht mit biden treiben will. Der Spot ist den Trumps
insofern natürlich gewiss, aber mehr als Häme haben wir zum Unter- und Übergang
in den USA in Wirklichkeit doch eigentlich nicht geleistet.

Obama, der mit seinen im Weißen Haus persönlich unterschriebenen Todesurteilen
gegen potentielle Anti-US-Verschwörer und wegen deren durch ihn befohlenen
Tötung per Drohne - zumindest formell des Mordes angeklagt werden müsste, und
dazu wahrscheinlich auch noch bewußt das internationale Völkerrecht gebrochen
hat, gilt nach wie vor von uns Linksliberalen als "freigesprochen". Ohne klärende
rechtsstaatliche Verhandlungen vor einem unabhängigen internationalen Gericht
hat er das Töten auf Verlangen ausgelöst, und wird von uns, und leider auch
emotional von mir selbst, immer noch euphorisch weiter auf Händen getragen.
Er hat sich bis heute zudem stets gescheut und geweigert auch dafür einzutreten,
dass Kriegsverbrechen von amerikanischen Soldaten in Den Haag geahndet werden
können. Da sich die USA, wie von Bush ursprünglich behauptet, gegen die
"Schurkenstaaten" im Krieg befanden, könnte auch Obama deshalb durchaus
auch persönlich als ein Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt werden. Da dies für
die Gutmenschen aber kein gutes Aushängeschild ist, wird diese Tatsache einfach
weiterhin verschwiegen, obwohl die Liste der "Disposition Matrix" ein systematisches
Tötungsprogramm unter der direkten Kontrolle des Präsidenten Obama war, und
er die bewußte Tötung selbst unbeteiligter Zivilisten billigend inkauf nahm.

Disposition Matrix / ein Stichwort von Wikipedia

USA töten mit Drohnenangriffen mehr als 100 Zivilisten
aus: Zeit Online 1. Juli 2016

Bei jedem fünften Drohnenangriff stirbt ein Zivilist
aus: faz.net 3. Juli 2016

Obamas tödliches Erbe
aus: Deutschlandfunk Kultur 19.1.2017

Im Vergleich mit Trump wird Obama ebenso "integer" eingeschätzt wie „unser“ Joe Biden und „unsere“ Angela Merkel, die in ihrer jeweils gleich verheerenden gemeinsamen
Befürwortung des Einmarsches der Briten und Amerikaner im Irak, eine ganze Region
zu destabilisieren vermochten.

Bildet Joe Biden ein Kriegskabinett?
aus: Heise Online 7. November 2020

Merkel verteidigt Irak-Krieg
aus: faz.net 27.3.2003


Ach ja, natürlich, Biden und Merkel waren damals gar keine wirklichen Entscheider
sondern eben nun einmal „nur“ die beobachtenden Ersatzspieler für Bush und Blair
im internationalen Antiterrorkrieg. Und nach "unserem" aktuell gemeinsamen Sieg
gegen den republikanischen Trump-Verein fragt man ganz selbstverständlich
ebensowenig nach den damaligen wie heutigen
Kollateralschäden.

Der Sieg ist die Heimat des Vergessens.

Ganz schwierig wird dies darüber hinaus, wenn nun auch noch intelligente, gut
informierte und unabhängige Beobachter in den USA thematisieren, dass in der
Trump-Ära - trotz dieses unsäglichen Egomanen - in den Vor-Corona-Zeiten
vor allem die von der Globalisierung gebeutelten weißen unteren Mittelschichten
neben dem Trump-Klientel der Superreichen sogar einen leichten und sicher
begrenzten ökonomischen Aufwind erlebten. Nicht verwunderlich also, dass auch
manche der Armen am unteren Ende der Gesellschaft mit Blick auf die Mittelschicht
hoffnungsvoll zu den Trump-Republikanern übergelaufen sind, weil sie sich
von den Demokraten im Vergleich mit deren satten liberalen Eliten eher
vernachlässigt fühlten. Immer wieder flammt der "Populismus" mit Pseudolösungen
auf, wenn das untere Drittel der Gesellschaft in Vergessenheit gerät. Die AFD
lässt grüßen, und auch in Polen wurde die PiS vor allem wegen des Kindergeldes
gewählt, das die "liberalen" Pro-Europäer den Armen dort früher vorenthalten
hatten.

Die alten wohlhabenden Eliten der USA haben jetzt wieder durch Joe Biden
einen dezenteren und definitv glaubwürdigeren Fürsprecher gefunden;
denn dieser versteht das Gesetz des „Understatements“ eben viel besser
als der garstige Trump: Nett sein, und dabei weiterhin konsequent ebenso
raffgierig bleiben, sind deren Hauptdevise, nur merken soll das eben keiner.

Der Parvenü Trump hat dabei die völlig falschen „systeminstabilisierenden“
Emotionen aufgestachelt; denn schließlich soll doch auch aus der Perspektive
der jetzt wieder herrschenden "demokratischen" Oberschichten in den USA
möglichst alles grundsätzlich beim „Alten“ und das Eigentum unangetastet
bleiben. Politisch wird der Verzicht auf grundlegende Reformen dann auf
das Patt in Senat oder Repräsentantenhaus zurückgeführt werden und mit
der Mehrheit der Republikaner im obersten Gericht haben die demokratischen
Schauspieler dann eine weitere geeignete Ausrede. Sicher wird es wohl auch
den einen oder anderen wünschenswerten Konsens zugunsten der Armen
geben, aber es bleibt zu vermuten dass statt der erhofften Anti-Trump
Revolution noch nicht einmal kleine wirksame Reförmchen übrig bleiben.
Immerhin aber kehren die USA wieder in den Kreis der international
abgestimmten westlichen Kapitalinteressen zurück, und darin könnte
letztendlich doch auch für uns alle ein gewisser Gewinn liegen. Biden
macht vielleicht sogar die UN ein wenig "greater" und gewichtiger "again".

Am meisten stört mich deshalb auch beim Schlachtruf manch neuer
Gutmenschen in der Nachtrumpära das Adverb (oder auch Attribut)
„again“, das ich im Titel dieses Blogs karikierend verwendet habe.
Ich sah diesen Spruch „make the world greta again“ auf einer Pro-Greta-
Demonstration in einer entsprechend aktuellen Fernseh-Dokumentation.
Dabei propagieren Greta und viele ihrer Sympatisanten (und eben
nicht blinden Fans) doch gerade eine andere und neue Zukunft: „Fridays
for Future“. Zu was für einem „again“ wollen denn eigentlich diese jungen
Schlachtrufer „zurück“ wenn sie ein neues "again" fordern?

Auch Biden sagt ja jetzt immer wieder, und plötzlich zur Versöhnung der
Amerikaner um so häufiger, dass er „America great again“ machen möchte.
Welche Größe ist aber dabei gemeint? Wird er seinen Chancen wirklich
nachkommen oder wird er doch nur der harmonisierten Beibehaltung
des „Status quo“ nacheifern? Die Herausforderungen sind enorm und
unter vorgehaltener Hand munkelt der Gutmensch bereits, dass Biden
doch möglichst bald sterben möge, damit die gewählte Vizepräsidentin
Kamel-a Harris das Ruder übernehmen könne. Die rechten Amerikaner
werden insofern selbst zu Kamel-a-treibern werden, die sie doch
eigentlich aus ihrem Land ganz fernhalten wollten. Und auch ein
etwaiger Arbeitsminister Bernie Sanders wird die geteilten
Staaten von Amerika sozial kaum versöhnen können.

Und was ist die deutsche Reaktion auf „unseren“ Sieg über Trump?
Schnell werden wieder die Hacken zusammengeschlagen und in
vorweg genommenem Gehorsam die Rüstungsausgaben erhöht.
Man nennt das nicht Aufrüstung sondern „Steigerung der europäischen
Verantwortung“. Endlich will man auch ein funktionstüchtiges deutsches
Gewehr und richtige Mörderdrohnen haben, wie dies mit einem Dringlichkeits-
Appell unsere „Verteidigungs“-Ministerin noch einmal eindrucksvoll
nahegelegt hat. Peinlicherweise kritisieren auch die militärspezialisierten
Sprecher der Grünen die mangelnde Verteidigungsfähigkeit der deutschen
Armee ähnlich süffisant. Ach Pardon, das Bundesheer ist ja gar keine Armee
sondern nur eine „Wehr“-Sport-Einrichtung.

Haben die Deutschen Konservativen eigentlich nicht richtig ihren Popper
gelesen, oder diesem nicht entsprechend zugehört?

"Selbstverständlich brauchen wir ein Ende der Geschichte, nämlich ein Ende der Machtgeschichte. Das ist notwendig geworden durch die Waffen. Es war immer notwendig moralisch, aber jetzt ist es durch den Überschuß der Waffen lebensnotwendig geworden."
(Sir Karl Raimund Popper, Interview im Spiegel 23.3.1992)

Die deutsche Bundeswehr soll endlich wieder funktionieren oder noch besser:
"schlag"kräftig werden. Und oft selbst diejenigen, die noch vor Jahrzehnten
die Notstandsgesetze zu recht kritisierten, nehmen nun bejahend hin, dass
jetzt ganz selbstverständlich Soldatinnen und Soldaten dort eingesetzt werden,
wo doch nach wie vor viel besser angemessen bezahlte und speziell dafür
ausgebildete „zivile“ Einsatzkräfte eingestellt gehören.

„Systemrelevanz“ ist zum Catchword geworden.

"Wir Europäer und Deutschen müssen jetzt angesichts der Bedrohung aus
einem täglich erstarkenden China und angesichts des Masterminds Putin
'zusammenhalten'!"


Dies wird zur dazu passenden Catchphrase und Begleitmusik.
Jetzt kommen die Asiaten und das bedeutet nichts Gutes!

Ja, jetzt gilt es nur noch - "von uns allen" - die einzig wahre urdeutsche
Gemeinschaftsaufgabe zu pflegen, und ohne Macken und ohne Murren
möglichst effektiv zur "Systemstabilisierung" wieder beizutragen.

Das "Überleben" muß, fast schon - koste es was es wolle -
gesichert werden. Jetzt sind wir tatsächlich schon mit dem
über/leben statt mit dem besser leben zufrieden.

Und wo bleiben dabei noch Wünsche oder gar Träume?

Welch eine erbärmliche Vision!

Liebe Nachgeborene, Ihr werdet Euch aber bereits nach Corona wundern,
wieviel ungestüme Lebensfreude Euch auch noch in der Zukunft selbst
mit einer Klimakrise geschenkt wird. Da setze ich nach wie vor auf
Eure Kreativität und Euren Verstand, wenn Ihr Euch wirklich von
denen und nicht von Euren VIPs und Pseudoeliten leiten lasst.

Das, was mir in der Dokumentation an Greta so entscheidend
gefallen hat, war ihr ungezwungenes wunderbar freies Lachen
und ihre ebenso begeisternde jugendliche Körpersprache während
ihres nicht standardisierten Tanzens.

Diese überbordende spontane Lebensfreude gepaart mit ihrer
charmanten Melancholie sollten uns Vorbild sein und nicht die
lähmende Angst vor der Vernichtung der menschlichen "Rasse".

Ach ja, das Wort darf man ja nicht mehr verwenden.
Auch nicht für diesen Zweck? Schade eigentlich!

Oh Gott, was haben Trump und Corona nur
mit uns und bei uns angerichtet?


Make Europe, and especially Germany, greta again!