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Der lange Arm der "Naturmenschlichkeit"
oder
Warum ich Soldaten gegenüber so skeptisch bin
und die Krieger von Gottes Gnaden so gar nicht verstehe;
denn "ich bin ein Leibhaftiger'!"

Deserteurdenkmal
(Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki /
File:Bernau_bei_Berlin_Deserteurdenkmal.JPG)
"Soldat.Herkunft: Von dem italienischen 'soldato',
Partizip des Verbs soldare (deutsch: jemanden als Angestellten haben),
abgeleitet von 'soldo', einer alten Währung. Dies geht letzlich
zurück auf das spätlateinische solidus. Dieses Wort drang
zunächst über das Italienische und später auch über
das Französische in nahezu alle europäischen Sprachen ein."
(https://de.wiktionary.org/wiki/soldat)
"Das Wort Soldat' kam zum ersten Mal im 16. Jahrhundert in
Gebrauch, entlehnt aus italienisch soldato' mit der Bedeutung
Krieger, Gefolgsmann', wiederum aus Mittellatein soldarius mit
der gleichen Bedeutung. Ursprung der Wörter Soldat' und Sold'
ist der Name der römischen Goldmünze Solidus - eine Substantivierung
des lateinischen Adjektivs solidus' mit der Bedeutung fest,
massiv, solide'" (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Soldat)
Was spricht dafür Soldat oder Polizist zu werden?
Alle Gründe dieser Welt!
Und was spricht dagegen?
Noch mehr als alle Gründe dieser Welt!
Aber ist das nicht total widersprüchlich, unlogisch
und verrückt?
Genau!
Und warum soll das dennoch einen Sinn ergeben?
Weil die Wirklichkeit für gewisse Zeiten ein Albtraum sein,
aber zugleich aus menschlichen Träumen Wirklichkeit werden kann!
Mein Großvater, der selbst Jäger war,
sagte immer zu mir:
"Ein wirklich guter Jäger ist immer ein noch besserer Heger!"
"'Jäger und Heger' bezeichnet die traditionelle Doppelrolle
der Jagdausübenden, die nicht nur Wild erlegen, sondern sich auch
um dessen Hege, Pflege und den Naturschutz kümmern. Sie sichern
gesunde Wildbestände, schützen den Lebensraum und wirken oft
als 'Pflege' des Ökosystems. Das Prinzip verbindet Nachhaltigkeit
mit dem Verständnis für das Wild."
(Quelle: Google-KI-Antwort auf die Eingabe: Jäger und Heger)
Ich gebe mich lieber, anders als befohlene und bezahlte
Soldaten und verwahrloste Krieger, mit Nichts zufrieden statt mit den
Idealen eines streitbaren Gottes, einer mir nichts sagenden "heiligen"
Nation, einer kapitalistischen Wertegemeinschaft oder der "hehre"
Wunsch in einer ebenso wenig wünschenswerten kommunistischen Gattungsgesellschaft
zu leben - jeweils ohne die Freiheit eines menschlichen Eigensinns.
Im Auge des Beobachters habe ich, außer vielleicht Liebe, Gnade
sinnvollen Verzicht und angemessene Vergebung, wenig an ewigen Werten
zu bieten. Da ich keine dauerhaften konkreten Ideale für mich benennen
kann, habe ich mein Dasein als ein Sosein folglich scheinbar auf "Nichts"
gebaut, und damit bin ich für Soldaten, die "bezahlt"
und besoldet für den Krieg vorbereitet werden, und die Krieger,
die ihn im "geordneten" Chaos des Gefechtsfeldes führen
(und folglich alle für ein "Etwas" zu kämpfen scheinen)
ein Nichtsnutz.
Schon jetzt fordere ich deshalb, sollte Deutschland
wieder aggressiv mit seinen Soldaten in ein anderes Land einfallen oder
auch nur unangemessen und politisch "ungerecht" militärisch
agieren, zur "Flucht vor der Fahne" auf, die mir als solche
eh' nichts bedeutet, und mache mich insofern in einem solchen Falle
auch sofort strafbar.
"Fahnenflucht ist in Deutschland nach §
16 Wehrstrafgesetz (WStG) strafbar. Schutzgut des Straftatbestandes
ist die Schlagkraft der Truppe. Danach wird mit einer Freiheitsstrafe
bis zu fünf Jahren bestraft, wer eigenmächtig seine Truppe
oder Dienststelle verlässt oder ihr fernbleibt, um sich der Verpflichtung
zum Wehrdienst dauernd oder für die Zeit eines bewaffneten Einsatzes
zu entziehen, oder die Beendigung des Wehrdienstverhältnisses zu
erreichen. Bereits der Versuch der Fahnenflucht ist strafbar. Übt
der fahnenflüchtige Soldat tätige Reue, indem er sich binnen
eines Monats stellt, und ist er bereit, Wehrdienst zu leisten, so wird
die Höchststrafe auf drei Jahre Freiheitsentzug herabgesetzt. 'Die
Fahnenflucht ist ein Sonderdelikt; sie kann nur von Soldaten begangen
werden. Für die Beteiligungsformen der Anstiftung und Beihilfe
muss das strafbegründende Merkmal, Soldat zu sein, aber nicht vorliegen.
Stiftet eine Zivilperson eine Militärperson zu einer Fahnenflucht
an oder leistet sie ihr Beihilfe, ist die Strafe, die für die Anstiftung
auferlegt wird, gemäß § 28 Abs. 1 StGB obligatorisch
nach § 49 Abs. 1 StGB zu mildern." (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/
Fahnenflucht#Bundesrepublik_Deutschland)
Für alle Kriege und seine Verbrechen bedarf es
jedoch nicht nur der Soldaten und Krieger, sondern vor allem braucht
man für einen Krieg die Kriegsschaffenden in Form von "Herrschern",
Feldherren und ihren Generälen, die letztlich ja doch die Hauptschuld
an Kriegen haben, und dennoch nicht nach Kriegsende die Verantwortung
für Verlust und Niederlage tragen wollen. Der "Sieg"
im Krieg war historisch immer nur zeitweilig von Erfolg gekrönt,
auch wenn sich die Verantwortlichen in solchen Fällen erst einmal
kurzfristig in ihren selbstgefälligen Emotionen badeten. Die Schmach
einer Niederlage indes, die wütet bei den Besiegten weiter im Untergrund
und nährt den Boden für neue Konflikte. Für mich gibt
es im Krieg nur allzu selten Gewinner. Der Krieg ist selbst die beste
Bestätigung für eine Niederlage des gemeinsamen friedvollen
Gespräches, das ihm eigentlich hätte voraus gegangen sein
sollen. Der Krieg ist eben nicht nur ein Verbrechen, er ist vor allem
sozial schädlich für alle Beteiligten, ob Sieger oder Verlierer.
Die Opfer und die Zerstörungen sind zumeist auf beiden Seiten nur
schwer wieder gut zu machen. Auch wenn ein Wiederaufbau oft neuen Wohlstand
mit sich bringt, so ist das Leid der Kriege doch für alle verzichtbar.
Hier aber soll vor allem nicht auf die Kriegsfolgen sondern auf die
Schädlichkeit von Ideen und Idealen verwiesen werden, die den Zerstörungen
durch die Kriege meist voraus gehen.
Kriege werden natürlich primär zur Sicherung
oder machtvollen imperialen Erweiterung von ökonomischen und politischen
Sphären geführt; die hier einmal unberücksichtigt bleiben
sollen, obwohl sie für die Entstehung von Kriegen vieles erklären;
aber erschreckend ist es dann doch, wie es den Herrschenden in den jeweiligen
Ländern, die Kriege führen, immer wieder gelingt die meist
später am Krieg leidende Bevölkerung vor ihren ideologischen
und religiösen Karren zu spannen, vor allem dann, wenn solche Länder
auch noch besonders undemokratisch regiert werden. Warum geben sich
Menschen dazu her, die meist "fremden" Interessen einiger
weniger mit solcher Vehemenz als Kriegsbeteiligte und sehr oft als deren
Opfer mit in den Krieg zu nehmen, so dass sie manchmal sogar mit lautem
Hurrah-Geschrei auf ihre Feinde zuwüten, und dabei oft den eigenen
Anstand und die eigene Würde selbst - vielfach gezwungen aber oft
eben auch freiwillig - ohne Widerstand preisgeben?
"Was, bin Ich dazu in der Welt, um Ideen zu
realisieren? Um etwa zur Verwirklichung der Idee 'Staat' durch mein
Bürgertum das Meinige zu tun, oder durch die Ehe, als Ehegatte
und Vater, die Idee der Familie zu einem Dasein zu bringen? Was ficht
Mich ein solcher Beruf an! Ich lebe so wenig nach einem Berufe, als
die Blume nach einem Berufen wächst und duftet. Das Ideal 'der
Mensch' ist realisiert, wenn die christliche Anschauung umschlägt
in den Satz: 'Ich, dieser Einzige, bin der Mensch'. Die Begriffsfrage:
'was ist der Mensch?' - hat sich dann in die persönliche umgesetzt:
'wer ist der Mensch?' Bei 'was' suchte man den Begriff, um ihn zu realisieren;
bei 'wer' ist's überhaupt keine Frage mehr, sondern die Antwort
im Fragenden gleich persönlich vorhanden: die Frage beantwortet
sich von selbst. Man sagt von Gott: 'Namen nennen Dich nicht'. Das gilt
von Mir: kein Begriff drückt Mich aus, nichts, was man als mein
Wesen angibt, erschöpft Mich; es sind nur Namen. Gleichfalls sagt
man von Gott, er sei vollkommen und habe keinen Beruf, nach Vollkommenheit
zu streben. Auch das gilt allein von Mir. Eigner bin Ich meiner Gewalt,
und Ich bin es dann, wenn Ich Mich als Einzigen weiß. Im Einzigen
kehrt selbst der Eigner in sein schöpferisches Nichts zurück,
aus welchem er geboren wird. Jedes höhere Wesen über Mir,
sei es Gott, sei es der Mensch, schwächt das Gefühl meiner
Einzigkeit und erbleicht erst vor der Sonne dieses Bewußtseins.
Stell' Ich auf Mich, den Einzigen, meine Sache, dann steht sie auf dem
Vergänglichen, dem sterblichen Schöpfer seiner, der sich selbst
verzehrt, und Ich darf sagen: Ich hab' mein' Sach' auf Nichts gestellt."
(Max Stirner, Der Einzige und sein Eigentum, 1. Digitalauflage Berlin
2002, Dreigliederungsverlag, S.197)
Menschen, die für ihre Ideale auf Waffen verzichten können,
sind mir aktuell - aber eigentlich auch schon immer - besonders sympathisch.
Noch interessanter sind allerdings Menschen für mich, die an ihren
eigenen Idealen zu zweife |