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Wie sich die Bilder gleichen:
Wohl dem, der jetzt einen leeren Kleiderschrank besitzt ...

Liebe Freunde und Bekannte,
Ihr könnt uns jetzt doch wieder unorthodox besuchen.
Meine Frau und ich haben alle Schränke leer geräumt,
und das verschließbare Bad steht Euch für diesen Zweck
auch zur Verfügung:

Hameln: "30 Personen, darunter 15 Erwachsene, haben in Hameln einen Kindergeburtstag gefeiert. Beim Polizeieinsatz versuchten die Teilnehmer noch ins Bad zu fliehen. Corona-Regeln befolgte keiner... Um von den Beamten nicht entdeckt zu werden, schloss sich eine Frau mit fünf Kindern in der Toilette ein, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Die anderen haben sich in Schränken versteckt. Nachbarn hatten sich am Dienstag bei der Polizei über den Kindergeburtstag beschwert. Entgegen der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trafen sich die 30 Teilnehmer in der Wohnung. Gegen die 15 anwesenden Erwachsenen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet." (https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_89272774/hameln-nachbarn-melden-geburtstagsparty-gaeste-verstecken-sich-im-bad.html)

Berlin-Kreuzberg: "Die Polizei hat eine Geburtstagsparty in einer Wohnung in Berlin-Kreuzberg mit 24 Menschen aufgelöst. Zwölf der Gäste hatten dabei vergeblich versucht, sich unter anderem hinter dem Vorhang, dem Sofa und im Kleiderschrank vor den Beamten zu verstecken, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie bekamen eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Zuerst hatten sich in der Nacht zum Sonntag die Nachbarn über Lärm beschwert, wie eine Sprecherin der Polizei sagte." (https://www.bz-berlin.de/berlin/hinterm-sofa-versteckt-polizei-loest-party-mit-24-leuten-auf)

Spiegelau/Grafenau: "Am Freitag, 6. November, gegen 22 Uhr war bei der Polizei Grafenau der Hinweis eingegangen, dass in einem Mietshaus eine unerlaubte Corona-Party mit sechs Personen stattfinde. Eine Überprüfung vor Ort bestätigte den Verdacht. Zunächst konnten nur vier Personen angetroffen werden. Es stellte sich jedoch heraus, dass bei Eintreffen der Polizei sich noch schnell zwei Beteiligte in einem Kleiderschrank versteckt hatten. Gegen alle Personen wurden Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Die Betroffenen erwartet ein Bußgeldbescheid des Landratsamts mit einem empfindlichen Bußgeld in Höhe von 150 Euro und zusätzlichen Gebühren." (https://www.pnp.de/lokales/landkreis-freyung-grafenau/grafenau/Corona-Party-Vor-Polizei-in-Kleiderschrank-versteckt-3836839.htm)

 

 

"Wear a Mask or go to jail"

Photo: Wear a mask or go jail

Und 1918 bei der Spanischen Grippe schien es irgendwie zumindest in den USA nicht anders zu sein. Seid keine "Slacker"! ...

"Many of the methods Americans used in 1918 to try to prevent the spread of the flu are similar to what people began doing during the COVID-19 pandemic: Close schools. Wear masks. Don’t cough or sneeze in someone’s face. Avoid large events and hold them outside when possible. And no spitting. Health and city officials got the word out about these guidelines in all kinds of ways. In Philadelphia, streetcar signs warned 'Spit Spreads Death'. In New York City, officials enforced no-spitting ordinances and encouraged residents to cough or sneeze into handkerchiefs (a practice that caught on after the pandemic). The city’s health department even advised people not to kiss 'except through a handkerchief', and wire reports spread the message around the country. In western states, some cities adopted mask ordinances, and officials argued wearing one was a patriotic duty. In October 1918, the San Francisco Chronicle ran a public service announcement telling readers that 'The man or woman or child who will not wear a mask now is a dangerous slacker' — a reference to the type of World War I “slacker” who didn’t help the war effort. One sign in California threatened, 'Wear a Mask or Go to Jail'. (https://www.history.com/news/1918-pandemic-public-health-campaigns)

Ein "Slacker" ist in den USA eine negative, und häufig leider auch verleumdete Person schlechthin: Ein Drückeberger, Bummelant, Faulenzer oder Nichtstuer, ein typisches Feindbild also für alle und jeden. Der Begriff des "Asozialen" ist insofern ebenso bunt schillernd und ist falsch verwendet eine ebensolche Stigmatisierung des "anderen" und "ungewollten" Verhaltens. Nimmt man den Begriff wirklich ernst, dann richtet sich solch ein Verhalten vor allem gegen die "normale" "Mehrheit" der Gesellschaft. Wirklich negativ ist es folgich nur dann, wenn man für sich juristisch oder moralisch keinen berechtigten Minderheitenschutz für solch "abweichendes" Verhalten in Anspruch nehmen darf.

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