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Wann gibt es endlich eine Weltfriedens-
und eine Weltwohlstandsabgabe?

Die Ängste rund um das Coronavirus wachsen ständig.
Der Umfang der medialen Berichterstattung dazu ist enorm.

Vollständig in den Hintergrund treten dabei die Hungersnot,
die Dürre in davon betroffenen Gebieten, bzw. das Leiden der
obdachlosen Flüchtlinge oder Opfer von Kriegen und Natur-
katastrophen, vor allem dann, wenn, wie im Jemen, oft fast
alle genannten Katastrophen zusammen kommen. Die
UN rechnen
ganz akut in Zeiten, in denen wir nur über das Klima und Corona
allgemein nachdenken, von der Weltöffentlichkeit nur wenig bemerkt
mit der schlimmsten Katastrophe dieser Art seit Jahrzehnten.

"Laut UN-Generalsekretär António Guterres könnten ohne sofortiges
Handeln Millionen Menschen ums Leben kommen" (https://www.zeit.de/
politik/ausland/2020-11/jemen-uno-hungersnot-vereinte-nationen-buergerkrieg?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F).

Unsere Politiker, werden nicht müde uns zu versichern,
dass es im Zuge der Coronamaßnahmen, die ich an sich
so auch befürworte, vorrangig um den Gesundheitsschutz
ginge, und dass die Rettung von Menschenleben dabei das
oberste Gebot sei. Diese Wende vom Primat des Wachstums
der Wirtschaft zum Wachstum der Gesundheitsvorsorge
hört sicher jeder gerne, allein es fehlt der Glaube, dass
dies eine Entwicklung von Dauer sei, zumal ja dahinter
nach wie vor der Gedanke steckt, dass auch der Kapitalismus
gesunde Menschen als Arbeitende und Konsumenten braucht.

Viel Geld wird darin investiert, und ein Großteil der Mittel
fließt, wie an anderer Stelle vorher in diesem Blog dargestellt,
in die falschen "Hände und Taschen" der Superkonzerne.
Bisher wurde immer danach gefragt, wie "betriebs- und
volkswirtschaftlich" effizient die Staatsausgaben sind,
jetzt plötzlich - sobald es an unseren eigenen Kragen zu
gehen scheint -, sind wir alle geneigt diese Effizienzkriterien
außer Kraft zu setzen.

Dabei könnten mit vergleichbar deutlich weniger Geld
deutlich mehr Menschenleben gerettet werden, wenn
wir uns dazu durchringen könnten unseren Frieden und
Wohlstand im internationalen Vergleich auch monetär
zu bewerten.

Gäbe es direkte finanzielle Mittel um den Weltfrieden
herzustellen, bzw. zu bewahren, dort wo er bereits
seit Jahrzehnten unmittelbar ohne direkte Furcht
unsererseits erlebt werden kann, so wäre mir dies
persönlich als ein dort lebender Mensch sehr viel wert.

Doch so naiv bin ich natürlich nicht. Aber da es nun
einmal bei kriegerischen Konflikten oft primär um Geld,
Waffen, Ansprüche bzw. an die Verteilung von Land, Wasser
oder sonstigen Gütern geht, wäre es sicher gut, eine
entsprechende "Kriegskasse" bei den Vereinten Nationen
vorzuhalten und diese in die Beschwichtigung von
kriegerischen Auseinandersetzungen in Form von
monetären Belohnungen für die Friedensschließenden
auch direkt investieren zu können. Sicher gibt es solche
Mittel im Rahmen der internationalen Fonds "indirekt" bereits,
aber eine zielgerichtete und direkt zweckgebundene
Weltfriedensabgabe oder eine Weltwohlstandssteuer,
die gibt es noch nicht.

Würde ich ein Prozent der Ausgaben für all meinen Käufe
im Einzelhandel in den Weltfrieden direkt investieren
können, und ein weiteres Prozent in den Weltwohlstand,
so hätte ich einen klaren Überblick über meine regelmäßigen
entsprechend "persönlichen" wohltätigen Ausgaben - aus
dem schlechten Gewissen des Profiteurs an der Armut heraus -
für diese altruistischen Zwecke, und ich wäre damit natürlich
erst dann zufrieden, wenn es zugleich eine international
kontrollierte Einrichtung gäbe, die die effektive Verwendung
dieser Mittel für die genannten Zwecke entsprechend
kontrolliert und in einem Jahresreport transparent macht.
Inzwischen kompensieren ja auch manche Billigflieger ihren
CO2 Fußabdruck, wenn sie einen solchen online buchen.

Mit einer solchen Abgabe könnten wir Wohlstandsbürger
sicher gut leben und könnten ein wenig von unserer
Schuld an die Dritte Welt direkt abtragen.

Seit Ausbruch des Coronavirus bis Ende 2020
sollen weltweit 1,85 Millionen Menschen daran
gestorben sein. Substrahiert man davon die
durchschnittlich zu erwartende Sterblichkeit
unter diesen tragischerweise davon betroffenen
Menschen, und zieht nur die Übersterblichkeit
in Betracht, so bleiben wahrscheinlich deutlich
weniger als eine Million Toter übrig, was sicherlich
schlimm genug ist. An Hunger, Krieg und sozialer Not
sterben aktuell weltweit aber deutlich mehr Menschen.
Dies haben wir vor dem Ausbruch von Corona mehr
oder weniger selbstverständlich hingenommen. Jetzt
rückt uns plötzlich ein vergleichbarer Tod näher.
Zeit und Gelegenheit also darüber nachzudenken,
was die Armen und Entrechteten bisher an Existenz-
ängsten und direktem Leiden zu ertragen hatten.

Da die Armen und Entrechteten zumeist auch noch
besonders von Corona betroffen sind, wären
direkte Investitionen in Frieden und Wohlstand
insofern doppelt effektiv.

Nein, ein Menschenleben sollte nicht primär
betriebswirtschaftlich oder volkswirtschaftlich
betrachtet werden, aber solange dies die allgemein
anerkannte Ideologie und Richtschnur des politischen
und wirtschaftlichen Handelns bleibt, darf doch danach
gefragt werden, ob unsere Investitionen in die Zukunft
der "Weltgesundheit" auch effektiv, in sich schlüssig und
insofern logisch und vernünftig sind.

Rechnen wir aus, was uns unser Frieden durch
mehr Wohlstandsgerechtigkeit in der Welt wert ist,
dann ist der Aufwand von 2 Prozent unserer Einkäufe
für diesen Zweck minimal, vor allem dann wenn damit
auch noch der Weltwohlstand durch den Verzicht
auf Hunger, Durst oder Obdachlosgkeit erreicht
werden kann. Schneller und effektiver ließen sich
aktuell Menschenleben neben den sicher notwendigen
Impfungen kaum retten. 2 Prozent des Bruttoinlands-
produktes der Europäer sollen jetzt nach Vorstellungen
der USA in die Rüstung investiert werden, wäre da nicht
eine Gleichstellung für Investitionen in den Frieden
angemessen? Ach ja, richtig, mit jeder neuen Drohne
wird der Erdball menschenärmer, und das wiederum
trägt ja auch dazu bei, dass der weltweite Hunger
gestillt wird.

Ach so, ja, die Nigger, Muslime, Schlitzaugen und
Rothäute sollen deshalb selber lernen sich zu retten (Hilfe
zur Selbsthilfe) und sich nicht auch noch in sozialen
Netzen ausruhen dürfen, wo die doch alle so faul sind.
Die sind eben kriegslüstern und streitsüchtig. Das Geld
geht dort zudem eh an die korrupten Eliten und immer
wieder nachweisbar falschen Addressaten.

Rechnen wir doch einfach nur mal nach, ob unsere
Kalkulationen für Investitionen in die Zukunft wirklcih
stimmen! Mehr fordere ich ja gar nicht.

Aber so denken eben leider nur wir "Romantiker", die
mit ihrem nur geringen Vermögen eben nicht zu rechnen
vermögen!





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