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Stolpern durch eine holprige Welt ...


Nach-Denken über den oft banalen Zufall von SEIN und NICHT-SEIN
und die stete Möglichkeit eines unerwarteten Todes, nach meinem
eigenen und für mich gravierenden Unfall (kurz vor Silvester 2024/2025)
zwischen Zug und S-Bahn-Bahnsteig in Berlin.

Neu inspiriert nun durch den auch für Papst Franziskus sicher eher
überraschenden, allzu schnellen Tod und die daran geknüpfte
sofortige mediale "Wiederauferstehung" schon unmittelbar danach -
Ein von der Kurie wenig geliebter Papst, der jetzt nach seinem Tod
als wohl kaum erreichbares "Zukunfts-Idol der Barmherzigkeit" für die
bald eher wieder "alte" Kirche fungieren dürfte; dabei hätte es auch dort,
im Vatikan,
nachdem ihn der "Zufall" zu Fall gebracht hat, für ihn selbst,
ansonsten vielleicht ganz anders als erwartet ausgehen können.

Ich stolpere durch eine holprige Welt ...

Ich lache und weine
durch meine Gebeine,
zweifle und liebe
trotz des Schicksals Hiebe.

Überhole, verkenne,
und wenn ich verbrenne
löscht Anmut und Tat
den großen Verrat.

Edel bekennen,
und nicht zu verrennen.
Wundern und Staunen
über Welten Launen.

Karikierend gerieren
selbst wenn wir erfrieren
Noch einen drauf!
... ist der Welten Lauf.

Programme schreiben.
Progrome vermeiden!
Deine Hand ist die Schrift,
und Dein Wesen die Drift.

Komm' wieder, komm' morgen,
und nimm mir die Sorgen!
Ich spreche durch mich,
... jetzt kümmere Dich!

Lass' Frieden wachsen
auf der Welten Achsen!
Frei und dezent
umhüllt was mich kennt.

Wo wach ich jetzt liege,
entferne die Triebe!
Lass' wachsen den Mut;
denn das tut mir gut!

Vernunft kommt in Wrasen,
statt Ordnung im Rasen.
Befrei' mir das Kraut,
mach' es wild und ganz laut!

Lass' es schreien so hell!
Gib mir Lösung ganz schnell
zu neuem Verbinden
als Traum unter Linden!

Der unerwartete Schritt
macht die Seele fit.
Kopfstein über Pflaster
gleitet ins Desaster.

Es holpert Herz und Seele
solange ich mich quäle;
doch wird der Gang dann lang,
ist mir schon nicht mehr bang.

Ich hüpfe über Stein
und breche mir kein Bein;
weil jeder Zwischenschmutz
gerinnt zu meinem Schutz.

Wer kein Ende braucht
und dabei Atem haucht
erfreut sich an den kleinen
Balancen in den Beinen.

Der weite Schritt der Grossen
fällt meistens in die Hosen.
Er stinkt nach Selbstgefallen
bewundert von uns allen.

Drum humpele ich weiter,
tret' in der Welten Eiter.
Und sage mit dem Mund:
Nur Stolpern macht gesund!

In Kriege zu marschieren
heißt Not auf allen Vieren.
Dorthin zurück das will ich nicht;
denn Marschmusik macht Sinne dicht.

Kein Tier kann so zerstören,
und sich durch Gier betören.
Mit Trippelschritt durchs Leben
das Menschsein neu erheben!

SessHaft macht nur dumm
und wie die Bauern krumm.
Wer trippelt weg vom Ort
spricht Zukunft ganz das Wort.

Wir müssen uns bewegen
um dumpf nicht zu erlegen
die Opfer des Verstandes,
und staunen außer Landes.

Statt alte Beutegreifer
nun "Geist" mit vollem Eifer
um Neues zu erfahren
als ob wir Morgen waren.

Kein Ende der Geschichte,
die Welt im neuen Lichte
soll unsre Wege leiten
und uns ganz sanft begleiten.

Der Zufall macht den Rest;
denn Stillstand ist die Pest,
der sorgt für stetes Bangen
statt Wandel zu verlangen.

So stolpere ich nun weiter
auf meiner Himmelsleiter,
weil unten ist auch oben,
wenn Weltenwinde toben.

Im Einklang mit Natur
erleb' ich Menschsein pur,
weil ich sie für mich nütze
als eines Schalkes Mütze.

Neu heißt die meine -Gier,
in die ich mich verlier'
um Weltgeist zu erkennen
anstatt vor Gott zu flennen.

Was immer mich begleitet
und ins Nirwana leitet
wird mir zum besten Freund;
das hab ich mir erträumt.

Man wird es nie erkennen
und darf es nicht benennen.
Es ist ganz einfach da,
nur dazu sag ich: Ja!

Mein eignes Weges-Ende
steht für die große Wende,
aus der ein Wir erwächst.
Der Tod ist kein "Demnächst"!

Im Sein nun ganz versonnen,
darf ich zu mir jetzt kommen;
doch lande ich nur hier,
fühl' ich mich doch als Tier.

Versunken erst in einem Du,
soll finden ich die letzte Ruh!
Ich bin dann nur noch "Dein",
... und so soll es auch sein!

Kleiner Nachtrag:
Der Nachschlaf am frühen Morgen
nach vollbrachter Schrift
ist der schönste.

Alt ist Mann erst dann,
wenn Mann nur noch
die eigenen StandPunkte
und die persönlichen
alten Erinnerungen vögelt.

Das kann allerdings -
anders als allgemein vermutet -
schon sehr jung passieren.

Sehr lesenswert für den weiteren Dialog:

Sternstunden Philosophie: Atheistisch denken

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