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SEW (Sozialistische Einheitspartei Wagenknecht):
Rassistisch, Antischwul, Antilesbisch ...
Wer einen Rest an Anstand im Leibe trägt,
kann solch eine Frau aktuell nicht wählen!

Berlin hatte schon einmal eine SEW. Fast könnte man das neue Bündnis der Frau Wagenknecht mit ihrem Reflex auf eine Vergangenheit, die zu einer neuen Gegenwart werden soll, so nennen. Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch! Lasst diese Frau unbedingt weiter reden, je mehr sie redet zeigt sie ihr wirkliches Gesicht.

„Wir haben aber ein Problem, wenn normale Menschen mit einer klassischen Familie sich nicht mehr wertgeschätzt fühlen“, sagte Wagenknecht zu „t-online“, „und jemand, der weiß, männlich und heterosexuell ist, sich fast schon dafür entschuldigen muss!“ (Quelle: https://www.focus.de/politik/ verbotsforderung-wagenknecht-wer-die-deutsche-sprache-haesslich-mag-soll-gendern-und-stottern_id_259850019.html)

Als kluge Kämpferin und Einforderin von sozialer Gerechtigkeit habe ich diese Frau mal sehr geschätzt und sogar bewundert. Sie war eine der Wenigen, die früher Anstand beim politischen Gegner in Fragen der Diskriminierung von Armut einforderte. Und nun kann sie stattdessen gerade in Schwulen und Lesben nur Privilegierte erkennen, das erinnert fatal an die Mär der Nazis dass alle Juden nur "Rockefeller" und geldgierig seien.

Als ob es nicht gerade auch vielen Schwulen und Lesben so ergangen ist, dass sie aufgrund ihrer Veranlagungen im Alltagsleben durch Steine, die ihnen in der beruflichen Karriere in den Weg gelegt wurden, wirtschaftlich behindert und manchmal vor allem früher sogar bis zur Armutsgrenze kriminalisiert und erntwürdigt wurden. Als ein "Normalo", als deren Interessenvertreterin sich Wagenknecht nun geriert, schäme ich mich dafür, dass man in Deutschland inzwischen soziale Themen würdig scheinbar nur dann noch ansprechen kann, wenn man dafür erst einmal Ausländer, Schwule und Lesben als die Störer des sozialen Gleichgewichts outet. Da fallen mir persönlich ganz andere uns allen "gemeine" KandidatInnen ein, Frau Wagenknecht! Halten Sie uns Menschen, die wir das Getöse von Neidkultur der oberen Klassen und Pseudo-Eliten in unserer Gesellschaft leid sind, nur für Menschen, die der Deutschen Sprache nicht mächtig sind?

Wagenknecht: "Wer die deutsche Sprache hässlich mag, soll gendern und stottern!", so Wagenknecht. Auch ich habe mich schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gegen das gerade aufkommende Gendern an Deutschen Hochschulen gewehrt, indem ich zu Beginn meiner Dissertation geschrieben habe, dass ich auf das Gendern in einem solchen akademischen Produkt so lange verzichten werde bis man nicht auch neben "ManagerInnen" und "WissenschaftlerInnen", wie damals eher unüblich, konsequent von "Gauner Innen", "SpitzelInnen" oder "VerbrecherInnen" redet, und das Gendern eben nicht als eine "Auszeichnung" für das "nur ein Geschlecht haben" begreift, dessen Herkunft uns als eine Mitgift der Natur nun einmal mehr oder weniger zufällig gegeben ist, und mit dem wir insofern jeweils auf unsere persönliche Weise zu leben haben. Frauen, Männer und in ihrem Geschlecht verunsicherte Menschen sozial und politisch gleich zu stellen hat mit den Sternchen natürlich nur wenig zu tun, aber die Impulse, die durch die Debatte auch um das Gendern gegeben wurden, die sind doch kulturell nicht zu verachten; auch wenn manche Menschen dabei verbal durchdrehen und insofern selbst unverständlich werden. Viel weniger verständlich sind aber die Vereinfacher und Populisten, zu denen Sie nun, Frau Wagenknecht plötzlich in primitiver politischer egomanischer Machtgier übergewechselt sind. Hat Ihnen das Ihr Lebenspartner eingetrichtert, der sich doch selbst immer gerne mit "Sternchen" menschlich umgeben hat? Nein, Sarah Wagenknecht, Ihr aktuelles Auftreten ist unter Ihrem Niveau, das ich früher gerade bei Ihnen eben nicht primär als Frau sondern als kluge Politikerin so geschätzt habe.

Heißt "Deutsch sein" jetzt plötzlich einen Freifahrtschein zu haben für die Diskriminierung von Andersdenkenden und Anderslebenden?

"Gegen ihr Zerrbild der Linksliberalen, gegen das Argument, Gender- und Sternchen seien Probleme der verwöhnten Gören der arrivierten Mittelschichten, ist schon genug eingewandt worden. Auch gegen die empathielose Herablassung, mit der sie real existierende Marginalisierte an den Katzentisch der „skurrilen Minderheiten“ verbannt. Der Kampf um nichtmaterielle Identitätsbedürfnisse wird keineswegs nur von Hafermilch-Trinker:innen mit von den Pro­fes­so­r:in­nen­el­tern finanzierter Eigentumswohnung und Greta-Aufkleber auf dem Tesla mit Sitzheizung in Prenzlauer Berg ausgefochten. Meist entstammen die Aufbegehrenden, die sich den Feldern von LGTIB+ oder People of Color zurechnen, eher der prekären Subkultur." (Quelle: https://taz.de/ Debatte-um-Sahra-Wagenknecht/ !5767997/)

"Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden", sagte schon Rosa Luxemburg in ihrem berühmtesten Satz, den vor allem die kennen, die nie versucht haben diese tolle Politikerin auch mit ihren Widersprüchen historisch tatsächlich ernst zu nehmen, und zumeist selbst ihre Texte auch nicht wirklich zur Kenntnis genommen haben. Wagen Sie es bitte nicht, Frau Wagenknecht, deren Andenken so in den Schmutz zu ziehen, indem Sie sich auch noch als eine solche Ikone des Widerstands zu inszenieren versuchen! Eine vergleichbar große Figur der deutschen Geschichte werden sie sicher so niemals werden können, wenn Sie aus scheinbar sexuellem oder sonstigen Frust, wie ein bitterer alter Mann sagen würde, alle Menschen durch einen "Nichtnormalitätsverdacht" verbal beschmutzen. Sexistisch als eigenes Markenzeichen in Talk-Shows die eigenen Beine ständig ins TV zu strecken, reicht einfach politisch und kulturell nicht aus. Strapazieren Sie stattdessen lieber den eigenen Verstand und vor allem die Fähigkeit zur eigenen Selbstkritik, damit Sie wieder zu der Frau werden, die viele Deutsche durchaus, so wie ich - vor allem wegen der Schärfe der sozialen Analyse und der klugen Schlagfertigkeit ihrer politischen Argumente - in der jüngeren Vergangenheit einmal kurzzeitig bewundert haben.

So sollte "anders" leider eben nicht gehen. Solch eine aktuell nur noch um Stimmen buhlende Politikerin ist nicht wählbar. Kehre um, Sarah Wagenknecht, zu Deinen Wurzeln, noch mehr Populisten brauchen wir in Deutschland nicht!

 

 

 

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