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ZIELGRUPPENSCHATTEN

Ein immer wieder zu beobachtendes Phänomen ist die Tatsache, dass Erwachsene, Eltern, Großeltern eine Vorstellung davon entwickeln, was "gute" und "angemessene" Angebote für Kinder sind. Diese interessieren sich aber gar nicht für das "Gute" und "Angemessene" und suchen häufig "schlechte" Angebote für andere Zielgruppen. So verfolgen die Kinder heimlich als Zielgruppenschatten die Welt der Erwachsenen (das 'Ich-bin-schon-16-Syndrom'), und die Erwachsenen verkitschen in der intensiven Nutzung von - aus ihrer Perspektive - kulturell "wertvollen" Angeboten für Kinder (das "Heidi"-Syndrom), als deren Schatten sie dann jeweils fungieren. Macht es folglich Sinn gezielt Erwachsenenangebote für Kinder und Kinderangebote für Erwachsene zu konzipieren? Zumindest Angebote wie Janosch Traumstunde oder die Sendung mit der Maus beweisen, dass dies für Erwachsene funktioniert. Was wäre das Pendant auf Seiten der Kinder? Christiansen für Kids oder der Kindertatort?